9. Oktober 2020

Deutscher Zukunftspreis 2020: ZEISS nominiert – ALTEN mitgewirkt


Mit dem Deutschen Zukunftspreis zeichnet der Bundespräsident seit 1997 jedes Jahr Einzelpersonen oder Gruppen für eine hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovation aus. Die Auszeichnung ist mit 250.000 Euro dotiert und gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland, weshalb schon die Nominierung als hohe Auszeichnung gilt.

Die Nominierten stehen seit Anfang September fest: Die Jury hat aus allen Einreichungen drei Vorschläge für die Endrunde ausgewählt.

Um in die Endrunde zu gelangen, mussten ihre Projekte die folgenden Kriterien erfüllen: Entscheidend sind der wissenschaftlich-technische Innovationsgrad und das Potenzial, diese Leistung in zukunftsfähige Arbeitsplätze umzusetzen. Ebenso wichtig sind die Patentfähigkeit der Innovation und ihre Durchsetzung auf dem Markt.

Die Innovationen stammen aus den Bereichen Halbleiterproduktion, Medizintechnik und Baustoffe. Das Team der Carl Zeiss Meditec hat das Novum in der Geschichte des Zukunftspreises geschafft und ist gleich zweimal nominiert. Darunter einmal mit dem robotischen Visualisierungssystem ZEISS KINEVO 900, welches ALTEN am Standort Ulm mitentwickelt hat.

Welches der drei nominierten Projekte die Jury am Ende überzeugen kann, entscheidet sich am 25. November 2020, wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer festlichen Veranstaltung die Preisträger mit dem Deutschen Zukunftspreis 2020 auszeichnet.

Wir halten Sie über den Ausgang auf dem Laufenden und drücken natürlich ganz besonders dem Projekt, in dem sich ALTEN einbringen durfte, die Daumen!

 

Die nominierten Teams 2020

Team 1: Robotisches Visualisierungssystem für die Mikrochirurgie

© Deutscher Zukunftspreis / Ansgar Pudenz

  • Prof. Dr. med. Andreas Raabe, Inselspital Bern, Universitätsklinik für Neurochirurgie, Bern, Schweiz (Sprecher des Teams)
  • Dr.-Ing. Michelangelo Masini, Carl Zeiss Meditec AG, Oberkochen
  • Frank Seitzinger, MBA, Carl Zeiss Meditec AG, Oberkochen

Eines der Teams ist Zeiss mit dem Projekt „Operationsmikroskop Kinevo“, an dem ALTEN in Ulm mitpartizipiert hat. Das Forscherteam hat ein völlig neuartiges Visualisierungssystem für mikrochirurgische Eingriffe geschaffen, das die Bereiche Robotik, Assistenzsysteme und Visualisierung miteinander vereint – sozusagen einen OP-Assistenten der Unsichtbares sichtbar macht. Es unterstützt Chirurgen bei Eingriffen an der Wirbelsäule oder am Gehirn durch automatisierte Funktionen und einzigartige Einblicke in den Körper.


© Zeiss

Die Fachkräfte können dabei ihre Hände permanent im Operationsfeld belassen und sich auf den Eingriff konzentrieren. Das System erlaubt kürzere, schonendere OPs, mit denen sich ein bestmögliches Ergebnis erzielen lässt. Das System wurde 2017 eingeführt und wird jedes Jahr bei über 300.000 Eingriffen, in der Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie, eingesetzt.

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Team 2: EUV-Lithographie für die Mikrochipherstellung

© Deutscher Zukunftspreis / Ansgar Pudenz

  • Dr. rer. nat. Sergiy Yulin, Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Jena
  • Dr. rer. nat. Michael Kösters, TRUMPF Lasersystems for Semiconductors Manufacturing GmbH, Ditzingen
  • Dr. rer. nat. Peter Kürz, Carl Zeiss SMT GmbH, Oberkochen (Sprecher des Teams)

Das nominierte Forscherteam hat einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und Industrialisierung einer Technologie geleistet, mit der sich mikroelektronische Bauteile mit extrem feinen Strukturen fertigen lassen – die Voraussetzung für viele neue Anwendungen und einen kräftigen Schub bei der Leistungsfähigkeit der Informationstechnik (IT). Dazu setzten die drei Forscher zusammen mit über 2000 Entwicklungskollegen in ihren Unternehmen und in Zusammenarbeit mit ASML auf die in der Chipfertigung seit Jahrzehnten etablierte Methode der optischen Lithographie und machten diese fit für die Nutzung von Licht im extremen Ultraviolett (EUV).

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Team 3: Spritzbare Fassadendämmung mit Glass-Bubbles

© Deutscher Zukunftspreis / Ansgar Pudenz

  • Dipl.-Ing (FH) Friedbert Scharfe, Franken Maxit Mauermörtel GmbH & Co., Kasendorf (Sprecher des Teams)
  • Prof. Dr.-Ing. Thorsten Gerdes, Universität Bayreuth, Keylab Glastechnologie, Bayreuth
  • Dr. rer. nat. Klaus Hintzer, Dyneon GmbH, Burgkirchen

Das Forscherteam hat ein neuartiges Dämmkonzept entworfen, das auf winzigen, Hohlkugeln aus Glas beruht. Das daraus entwickelte System hat eine besonders gute wärmeisolierende Wirkung, lässt sich mit vorhandener Verfahrenstechnik herstellen und leicht verarbeiten. Es ist robust, flexibel einsetzbar und nach dem Ende der Nutzungsdauer recyclebar.

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Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter: www.deutscher-zukunftspreis.de

Quellen: https://www.stifterverband.org/deutscher-zukunftspreis, https://www.zeiss.de; Stand: 01.10.2020)

Quellen:

Deutscher Zukunftspreis (2020). Abgerufen 01.10.2020, von https://www.stifterverband.org/deutscher-zukunftspreis

Zeiss. Abgerufen 01.10.2020, von https://www.zeiss.de

 

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